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Tageszentrum

Jiamini CBO Tageszentrum

Tageszentrum

Das Tageszentrum „Jiamini Family“ wurde im Slum Kiandutu, dem größten Slum Thikas, von Sinja Stötzner, Stanley Kibue und Janina Senner gegründet und am 01. September 2016 eröffnet.

Ort
In Thika, ca. 50 km von der Hauptstadt Nairobi entfernt, arbeitet die Organisation Jiamini CBO. In einem der wenigen Steinhäuser am Rande des Slums Kiandutu, dem größten Slum Thikas, befindet sich das Jiamini Tageszentrum. Im Slum Kiandutu leben ca. 30 000 Bewohner ohne fließendes Wasser, ohne Abwassersystem oder einer organisierten Müllentsorgung. Die Menschen wohnen in notdürftig eingerichteten Holz-, Wellblech- oder Lehmbaracken auf engstem Raum zusammen. Der Großteil der Slumbewohner sind Kinder. Leider sterben viele Eltern an den Folgen des Lebens im Slum. Viele müssen aus Notsituationen heraus ihre Kinder alleine zurücklassen. Daher gibt es in Kiandutu allein hunderte von Waisenkindern, die durch das Jiamini Tageszentrum unterstützt werden sollen.

Idee
In Kenia leben viele Kinder, die dringend Unterstützung brauchen. Die Idee ist, im Tageszentrum diesen Kindern Unterstützung anzubieten. Sie erhalten von Jiamini eine Schulbildung, eine gesunde Ernährung und eine Gesundheitsfürsorge. Dafür bietet das Jiamini Tageszentrum Schutz und Ruhe in ihren Räumlichkeiten, in denen die betreuten Kinder lernen, spielen und Spaß haben können. Die Kinder halten sich tagsüber im Tageszentrum bzw. in der Schule auf und schlafen nachts bei ihren Erziehungsberichtigten (Guardians). Die Bindung zwischen den Kindern und den verbliebenen Verwandten soll dadurch aufrechterhalten werden. Dank den Patenschaften können alle Kinder unter der Woche zur Schule gehen. Zudem wird dafür gesorgt, dass die Kinder drei Mahlzeiten pro Tag bekommen. Das ist sehr wichtig, da die Erziehungsberechtigten (Guardians) teilweise Schwierigkeiten haben, sich selbst zu ernähren. Neben Ernährung und Bildung legt Jiamini großen Wert darauf, dass die Kinder auf Körperhygiene achten. Sie werden angehalten, sich täglich zu waschen und ihre Zähne zu putzen. An den Wochenenden bietet das Tageszentrum, dank einigen Freiwilligen, den Kindern ein buntes Programm an. Vom vielfältigen Sportangebot über kreative Projekte bis hin zu Ausflügen wird so einiges geboten. Jiamini betreut nicht nur die Kinder, sondern auch deren Erziehungsberechtigte. Das Ziel ist es, die Erziehungsberechtigten der Kinder in die Selbstständigkeit zu führen, damit diese einmal selbst in der Lage sein werden, sich um die Kinder zu kümmern.

Prinzipien

Bildung
"Education is the most powerful weapon we can use to change the world" - Nelson Mandela.
So ist Bildung auch eines unserer wichtigsten Prinzipien. Alle von Jiamini betreuten Kinder gehen zur Schule oder absolvieren eine Ausbildung. Wichtig ist für uns, dass für jedes Kind individuell entschieden wird, welcher Bildungsweg passt. Die Kinder werden so lange von uns betreut, bis sie auf eigenen Füßen stehen.

Gewaltfreie Erzeihung
Es ist in Kenia nicht unüblich bei der Erziehung körperliche Gewalt auszuüben. Um dies nachhaltig zu ändern, muss bei der Erziehung der Kinder angefangen werden. Es ist wichtig, den Kindern vorzuleben ihre Probleme ohne Gewalt zu lösen und sich mittels ihrer Sprache verständlich und respektvoll auszudrücken.

Nachhaltigkeit
Oberstes Ziel von Jiamini ist es eine nachhaltige Verbesserung der Lebensumstände der Menschen im Kiandutu Slum zu erreichen. Dabei spielt vor allem die Bildung und die Zusammenarbeit mit den Guardians (Erziehungsberechtigten) eine zentrale Rolle. Wichtig ist für uns die Würde der Menschen zu achten und nicht über sie, sondern mit ihnen nach Lösungen zu suchen. So hoffen wir gemeinsam neue Perspektiven zu ermöglichen, um eine dauerhafte Veränderung herbeizuführen. Last but not least hinterfragen wir uns immer wieder selber, ob die von uns eingesetzten Mittel nachhaltig wirken und wir unseren Grundprinzipien treu bleiben.

Ressourcenorientiert
Die von uns zur Verfügung stehenden Ressourcen und somit auch Ihre Spendengelder versuchen wir so effektiv wie möglich einzusetzen. Das Geld kommt fast zu 100% in Kenia an. Dies können wir garantieren, da wir so gut wie keine Verwaltungskosten haben und kaum Geld für Werbung ausgeben. Mitglieder können sich davon in der Mitgliederversammlung überzeugen. Wichitig ist uns außerdem den Einsatz des Geldes regelmäßig vor Ort zu kontrollieren. Um Ressourcen zu sparen arbeiten wir zudem mit anderen Hilforganisationen zusammen.

Transparenz
In der Zusammenarbeit mit den Sponsoren ist Transparenz von höchster Bedeutung. Dies versuchen wir zum einen mithilfe der Webseite umzusetzen. Zum anderen freuen wir uns über jeden Kontakt, bei Fragen und Anregungen. Nicht zuletzt heißen wir jeden Besucher im Tageszentrum herzlich willkommen.